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MAN präsentiert Zukunftsplattform seines Portfolios für Bahnmotoren auf der InnoTrans

D3876 als Ergänzung für ein durchgängiges Leistungsportfolio; D2862 jetzt auch für niedrig regulierte Länder; modulare Abgasnachbehandlung erlaubt flexiblen Einsatz

MAN Engines präsentiert zur InnoTrans 2016 in Berlin die Portfolioerweiterung auf Basis des prämierten Sechszylindermotors D3876 sowie Downgradevarianten seines bislang leistungsstärksten Zwölfzylindermotors D2862. Um die Einhaltung zukünftiger Emissionsvorgaben zu gewährleisten, setzt MAN auf eine modulare Abgasnachbehandlung, die ebenfalls in Berlin auf dem Messestand von MAN Engines zu sehen sein wird.

Als Zukunftsprojekt zur Abrundung des Motorenportfolios wird MAN den D3876 für Schienenfahrzeuge präsentieren. Der Sechszylinderreihenmotor ist bereits seit 2014 im Lkw als leistungsstärkstes Aggregat im Einsatz und wurde 2015 für Landtechnik- und 2016 für Bauanwendungen vorgestellt. Den Titel „Diesel of the Year 2016“ hat sich der D3876 vor allem durch sein Grundkonzept wie auch die hochfesten Werkstoffe verdient. Mit einer möglichen Leistung von 415 kW bis 485 kW schließt der D3876 für Bahnanwendungen die Leistungslücke zwischen den etablierten Reihensechsyzylinder- und V12-Motoren. Für Bahnanwendungen steht Kunden mit dem D3876 damit ein durchgängiges Portfolio an Sechs- und Zwölfzylindermotoren von 265 kW bis 735 kW in allen gängigen Emissionsstufen zur Verfügung.

Mit der Downgradevariante des D2862 stellt MAN außerdem die Leistungsstufen 588 kW und 662 kW für Länder mit geringeren Kraftstoffqualitäten und Abgasstatus UIC-624 II zur Verfügung. Der Zwölfzylinder-V-Motor basiert auf der aktuellen Baureihe und ist bereits seit vielen Jahren in zahlreichen Landtechnik-, Bahn- und Marineanwendungen erfolgreich in Betrieb. Der D2862 ist für den Einsatz in Triebwagen, Schienenwartungsfahrzeugen sowie Strecken- und Rangierlokomotiven konzipiert. Er ersetzt als Downgradevariante den Vorgänger D2842 mit gleicher Leistung bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch und höherem Drehmoment. Eine einfache Aufrüstung auf die strengere Abgasnorm Stage IIIB kann ohne großen Aufwand erreicht werden, so dass Betreiber auf die jeweils im Land gültigen Abgasanforderungen flexibel reagieren können.

Bereits erfolgreich im Einsatz in Offroad- und Marineanwendungen ist die Platz sparende modulare Abgasnachbehandlung, die MAN nun auch für den Bahneinsatz präsentiert. Dabei sind Partikelfilter und SCR-System getrennt voneinander platziert, können gleichzeitig aber flexibel zueinander positioniert werden. Kunden können somit den gering vorhandenen Bauraum und komplexe Einbausituationen noch flexibler nutzen als mit einer voluminösen integrierten Einzellösung. Damit ist MAN Engines bestens gerüstet für die EU Abgasstufe V, die ab 2021 gültig ist.

Zu sehen ist die Zukunftsplattform des MAN-Motorenportfolios für Bahnanwendungen vom 20. bis 23. September 2019 auf der InnoTrans in Berlin bei MAN Engines am Stand 218 in Halle 18.